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... WEIL WIR HIER  NEUSTÄDTER ZEITUNG                                  NEUSTADT-INFO                                  Seite 5  Nr.  1175  vom 18.  September 2021
                            N
          ZU HAUSE SIND


                               Zukunftsideen sind gefragt



                      Bürger sind am Dienstag zur „Dorfwerkstatt“ eingeladen
                                                                                                                         WIR BRINGEN
           Poggenhagen (r/dgs). Ideen  rin Monika Strecker. Nachdem  ma Siedlungsentwicklung und  Prozess begleitet. Das Format
           sind gefragt: Die Dorfwerkstatt  der Beteiligungsprozess pan- integrierte  Stadtentwicklung „Dorfwerkstatt“ wird mit För-
           startet am Dienstag, 21. Septem- demiebedingt nicht wie gep- liegen. Weitere Themenfelder  dermitteln der Europäischen   was SIE brauchen!
           ber, um 17.30 Uhr im Landgast- lant schon im vergangenen Jahr  könnten Freizeit und Erholung,  8QLRQ ¿QDQ]LHOO XQWHUVWW]W
           haus Meyer. Dabei können die  beginnen konnte, soll es jetzt  Gemeinschaftsleben sowie  das  Interssierte Teilnehmer  wer-
           Bürger die Zukunft ihres Dorfes  losgehen. Unter professioneller  Grün im Dorf sein.  den gebeten, sich bis spätestens
           in die eigene Hand nehmen. Tat- Moderation können Bürgern  Ziel der Dorfwerkstatt ist es,  Montag, 20. September, unter   Einfach anrufen. Kostenlos & schnell bei Ihnen!
           kräftige Unterstützung erhalten  ihre Ideen und  Visionen disku- einen  nachhaltigen  Prozess der E-Mail maren.kraemer@
           sie vom Regionalmanagement  tieren.                  in Gang zu setzen. Das LEA- sweco-gmbh.de  anzumelden.   Unser Lieferservice bringt Ihre Bestellung bis vor
           der LEADER-Region Meer &  Dabei wird der Fokus zunächst  DER-Regionalmanagement hilft  Aufgrund der aktuellen  Ab-  Ihre Haustür – montags bis samstags!
           Moor.                     auf das Poggenhagen von heute  bei der „Initialzündung“. „Die  standsregelung ist die  Teilneh-  Wir sind für Sie da!   (0 503 2 ) 9 8   23  0
                                                                                                                                                            (05032) 98 23 0
           „Die Dorfwerkstatt ist eine tolle  gerichtet, Missstände und Poten- Dorfwerkstatt lebt von der Krea- merzahl begrenzt. Es gilt die
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                                                                                                                                                                        0
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                                                                                                                                                                 ) 8
                                                                                                                                                                2
           Chance für Poggenhagen, un- tiale erfasst. Im nächsten Schritt  tivität und dem Engagement der  3G-Regelung, das heißt eine                      (05032) 89 36 80
           ser Dorf auf den Prüfstand zu  geht es um die Erarbeitung einer  Menschen vor Ort, daher sind  Teilnahme ist nur mit vollstän-  POST-APOTHEKE
           stellen, Zukunftsideen zu ent- Zukunftsvision für das Dorf und  alle Interessierten von Jung bis  diger Impfung, Genesung oder   Lindenstraße 1 · Tel.: (0 50 32) 98 23 0
           wickeln - und diese auch nach  der Sammlung notwendiger und  Alt eingeladen mitzumachen“,  einer nicht länger als 24 Stunden   POST-APOTHEKE AM KLINIKUM
           Möglichkeit gemeinsam umzu- machbarer Maßnahmen. Ein  so Maren Krämer vom Regio- zurückliegenden negativen  Te-  Lindenstraße 77 · Tel.: (0 50 32) 89 36 80
           setzen“, sagt Ortsbürgermeiste- Schwerpunkt wird auf dem The- nalmanagement-Team, die den  stung möglich.     Apotheker Olrik Becker · 31535 Neustadt a Rbge
                                                                                                                         www.meine-post-apotheke.de
              „Wie seht ihr das Leben nach dem Tod?“
             - Schüler begegnen jüdischen Schwestern

          „Meet a Jew“ beleuchtet vor allem Leben von Juden in der heutigen Zeit

         Neustadt (tma). In einem Kreis                                                                                                        R໤HQHU .HOOHU LP 6FKORVV
                                                                                                                                               $P    6HSWHPEHU ZLHGHU
         sitzen die Jugendlichen der Ober-                                                                                                       YRQ         8KU
         stufe aus den Prüfungskursen                                                                                                             9HUNRVWXQJ
                                                                                                                                                  1HXHV .RQ]HSW
         Religion um einen Tisch auf dem                                                                                                         6SH]LHOOH .HOOHUSUHLVH
         jüdische Objekte wie eine Kippa,                                                                                                        %LWWH  * 5HJHO EHDFKWHQ
         siebenarmige Kerzenleuchter und
         Gebetsbücher liegen. Zwischen                                                                                           ZZZ GXSUHV VKRS GH
         ihnen sitzen auch Naomi und
         Maja Harel, jüdische Schwestern,
         die im Rahmen des Projektes
         „Meet a Jew“ vom Zentralrat der
         Juden vor allem über den Alltag
         und das Leben von Anhängern ih-
         rer Religion erählten.
         Die Schüler reagierten anfangs
         zurückhaltend, nach einigen In-
         formationen über Rituale und
         Traditionen folgten dann aber
         auch Fragen an die jungen Frauen.
         Was für Sprachen sie sprechen
         und welche Bedeutung Hebrä-
         isch in ihrem Leben hat, wollten
         die Schüler wissen. „Das ist für   Maja Harel (li.) bringt den Oberstufenschülern des Gymnasiums mit Gegenständen, Gebetsbüchern und
         mich schon wichtig, weil unser   Gesängen Traditionen und den Alltag von Juden näher.           Foto: Maibaum
         Vater hauptsächlich hebräisch
         mit uns gesprochen hat“, berich- war noch nie mit einem jüdischen  in ihrer Familie einfach wichtig,  oft nicht einheitlich sind. „Ein
         tet Naomi Harel. „Nur mit dem  Partner zusammen“, berichtet  sie erinnert sich an ihren  Vater,  lebendiges Judentum bedeutet
         Lesen und Schreiben tue sie sich  Maja. Ihre Schwester ist auch  den Künstler Moshe Harel.  Konversation und Interpretati-
         noch manchmal schwer. Mit ihrer  offen: „Ich war mal mit einem  Der Künstler ist im vergangenen  on, es geht um den Diskurs“, so
         Schwester demonstriert sie dann  Katholiken zusammen“, so Nao- Jahr verstorben, was die Schüler  Maja Harel. Es gebe selbst von
         auch warum - die  Vokale müs- mi. „Es war total faszinierend, in  wohl auch zur Frage nach den  Gelehrten unterschiedliche Mei-
         sen beim lesen selbst erschlossen  einer katholischen Kirche Weih- jüdischen Jenseits-Vorstellungen  nungen, die ständig gegenüberge-
         werden. Ob sie auch mit Partnern  nachten zu feiern.“ Unabhängig  bewegt. Die Schwestern be- stellt würden. „Wir können also                "      !   !
         zusammen sein könnten, die kei- von der Konfession ihrer Partner,  schreiben, dass sie sich viel damit  nicht das Sprachrohr des Juden-     "!$     "       "   #  !"
         ne Juden sind und die Sprache  sei es ihr aber wichtig, dass die  auseinandergesetzt haben, die In- tums sein, genauso wenig, wie
         somit nicht beherrschen? „Ich  Kinder hebräisch lernten. Das sei  terpretationen in Synagogen aber  ihr das Sprachrohr Deutschlands     !                 "   $  !
                                                                                           oder Neustadts sein könnt“.       !    "                                 $" "
                                                                                           Ganz ohne die Themen Holocaust    "
                         Neue Ausstellung zeigt                                            und Diskriminierung kommt die       "
                                                                                           Fragerunde aber nicht aus, die
                                                                                           Harels berichten von positiven
                        „Neustädter NS-Täter“                                              aber auch negativen Erfahrungen.
                                                                                           „Wenn ihr sowas mitbekommt
                                                                                           hilft schon, kurz etwas zu sagen,   Jede Ausgabe als E-Paper online lesen unter
           Neustadt (r/os). Die neue histo- Gleichzeitig ist eine Ausstellung  semble des Zentrums Jüdischer   auch bei Rassismus“, geben sie   www.neustaedter-zeitung.de
           rische Ausstellung  „Verschwei- der Künstlerin Kerstin Faust mit  Musik Hannover.  den Schülern mit auf den Weg.
           gen und Erinnern - Die langen  dem  Titel „Schatten der  Ver- Wegen der geltenden Coro-
           Schatten der NS-Diktatur - Das  gangenheit“ zu sehen.  na-Vorschriften sind  Anmel-
           Beispiel Neustadt a. Rbge. - Ein  Sprechen werden  Willi Oster- dungen zur  Vernissage not-
           Überblick von 1945 bis in die  mann (Altrewa Bürgerstiftung),  wendig an die E-Mailadresse
           Gegenwart“ wird am Dienstag,  Bürgermeister Dominic Herbst,  info@altrewa-buergerstiftung.


           21. September, ab 19 Uhr im Ro- Ingrid Wettberg (ehemalige Vor- de oder per  Telefon beim  Ar-
           senkrug eröffnet. Der  Arbeits- sitzende der Liberalen Jüdischen  beitskreis Regionalgeschichte,
           kreis Regionalgeschichte zeigt  Gemeinde Hannover) sowie  05032/61705. Unter der Ruf-
           darin auch Arbeitsergebnisse aus  Ausstellungsautor Hubert Brie- nummer sind auch  Anmel-
           dem Forschungsprojekt „Neu- den.Für die musikalische Be- dungen für Führungen durch die
           städter NS-Täter“.        gleitung sorgt das Klezmer-En- Ausstellung möglich.


                    Grüne machen Wahlkampf



                         auf dem Wochenmarkt

         Neustadt (r/dgs). Der  Wahl- mann. Bei einem Treffen in der  Unterstützt werden die grünen
         kampf ist für die Grünen noch  vergangenen Woche mit Jürgen  Wahlkämpfer am kommenden
         nicht zu Ende. „Die Bundes- Trittin und Unternehmern vor  Freitag, 24. September, von ih-
         tagswahl ist die wichtigste Wahl  Ort sei deutlich geworden, dass  rem  Bundestags-Direktkandi-
         seit Jahrzehnten.  Wir müssen  nicht nur Bewegungen wie „Fri- daten Jens Palandt. Bei einem
         unbedingt ein klares Zeichen für  days For Future“, sondern auch  Stand auf dem  Wochenmarkt
         Klimaschutz in ganz Deutsch- die lokale Wirtschaft langfristige  will er zwischen 9 und 12 Uhr
         land setzen“, sagt der Fraktions- Weichenstellungen beim Ausbau  über sein Programm informie-
         vorsitzende Manfred Linden- erneuerbarer Energien fordert.   ren.
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